Inhalt - ICT System Engineer

Tobias Tröhler, ICT System Engineer

Wenn bei Problemen mit der Plattform niemand mehr weiter weiss, kommt ein System Engineer wie Tobias Tröhler zum Einsatz. Er plant auch ganze Server-Plattformen. Tobias arbeitet sehr gerne in einem Gross-Unternehmen und betreibt gleichzeitig Spitzensport.

    • Ich bin Tobias Tröhler

      Tobias Tröhler, ICT System Engineer (Foto: Markus Lamprecht)

    • Mein Job

      Einen typischen Tag gibt es bei mir nicht, jeder Tag ist sehr unterschiedlich. Meine Aufgaben reichen vom "3rd Level Support" über den Aufbau neuer Server bis hin zur Planung und Bau von kleinen Plattformen (Hard- und Systemsoftware) bei der Swisscom. Dabei gibt es interne und externe Kunden wie Banken oder die SBB, alle mit unterschiedlichen Verträgen und Plattformen.

      Ein Tag bei einem Grossunternehmen sieht natürlich anders als bei einer KMU, sowohl was die Programme als auch was die Prozesse der Arbeitsabläufe betrifft. Die Swisscom hat 4’500 Windows Server, welche jederzeit funktionieren müssen.

      „Engineers sind die letzte Anlaufstelle bei Problemen“

      Wir arbeiten in unterschiedlichen Teams – es gibt z.B. eines für den Betrieb von Applikationen, ein anderes für „Connectivity“ (Verbindung zw. Elementen) oder eines für SAP. Bei uns kann ein Team gar nicht mehr alle Arbeiten ausüben. „Mein“ Team kümmert sich um alles Technische rund um OS (Betriebssystem). Wir sind insgesamt 12 Leute in Luzern und in Ostermundigen.

      Ein System Engineer wird alarmiert, wenn die Verantwortlichen für den Betrieb nicht mehr weiterkommen. Er bildet die letzte Anlaufstelle vor dem Kontakt zum Hersteller. Als erstes wird nach dem Problem der Störung gesucht. Die Probleme können sehr unterschiedlich sein, was die Arbeit extrem abwechslungsreich macht, denn es gibt sehr viele unterschiedliche Typen von Hardware, Betriebssystemen und Applikationen. Wenn man im Pikettfall nachts aufstehen und ein Problem lösen muss, dann kann das stressig sein. Mit Hilfe einer internen „Knowledge Base“ (vergleichbar mit einem internen „Wikipedia“) können aber die häufigsten Probleme rasch identifiziert und behoben werden.

      „Es ist von Vorteil, wenn man nicht scheu ist“

      Man braucht als Engineer ein Interesse an der Technik, eine hohe Lernfähigkeit, man muss sich mit Betriebssystemen auskennen (z.B. Windows). Als Mitglied eines Teams unterstützt man sich gegenseitig oder nimmt anderen etwas ab. Da ist es von Vorteil, wenn man nicht scheu ist. Auch der Kontakt zu anderen Leuten und zu andern Teams ist für mich super und macht auch Spass.

      Introvertierte Personen haben erschwerte Alltagsbedingungen in einem Grossbetrieb. Man muss zudem flexibel und bereit sein, auch einmal mehr als acht Stunden zu arbeiten.

      „Innerhalb der Informatik kann man sich gut weiterentwickeln“

      Ich habe eine Lehre als Informatiker mit BMS gemacht und war während der letzten 5 Jahre im Serverbetrieb tätig. Während der Lehre erhielt ich Einblick in verschiedene Gebiete, wie z.B. Programmieren, Testing und Support. Ich bin eher nicht der Programmier-Typ, daher waren die letzten Jahre im Serverbetrieb ein guter Einstieg, um nun als Engineer zu arbeiten. Ein direkter Einstieg als Engineer ist eher schwierig, weil dazu ein tiefes Fachwissen der Technik verlangt wird.

      In der Schule war ich nicht speziell informatikverrückt. Die Berufsberatung und meine Eltern haben mir das Berufsbild näher- und mich auf den Geschmack gebracht. Die Informatik-Lehre ist sehr interessant, zudem muss man sich noch nicht für eine spezifische Richtung entscheiden, sondern kann sich zu einem späteren Zeitpunkt noch weiterentwickeln und eine andere Fachrichtung einschlagen.

      „In einem Grossunternehmen kann man grosse Plattformen bauen“

      Als Angestellter in einem Grossunternehmen fühle ich mich sehr wohl, ich kann viel von den anderen Mitarbeitenden profitieren und lernen. Auch was die persönliche Entwicklung und Weiterbildung angeht, unterstützt mich mein Arbeitgeber sehr. Durch die grosse Anzahl an Servern, Kunden und den finanziellen Mitteln, können wir in der Swisscom mit den neusten Technologien und grossen Plattformen arbeiten.

      „Ich spiele in der obersten Liga Unihockey“

      Mein Hobby ist für mich sehr wichtig. Dank den flexiblen Arbeitszeiten bei meinem Arbeitgeber kann ich trotz meiner 100%-Anstellung jedes Training besuchen. Ich spiele in der obersten Liga bei „Floorball Köniz“ Unihockey und trainiere 5 Mal pro Woche. Dazu kommen die Meisterschaftspiele an den Wochenenden. Der Sport ist für mich ein perfekter Ausgleich zum Büro und zur Bildschirmarbeit.

      „In der Informatik gibt es für jedes Interesse einen Beruf“

      Warum jemand in die Informatik sollte? Der Beruf ist abwechslungsreich, man sieht das Produkt seiner Arbeit in Form einer Plattform, die läuft und mit welcher viele Kunden arbeiten. Man kann eigene Vorstellungen einbringen in den Bau einer Plattform und hat im Rahmen von Vorgaben auch freie Hand. Zudem gibt es in der Informatik allgemein für jedes Interesse einen Berufszweig.

      Swisscom

      Die Swisscom beschäftigt 19'514 Mitarbeitende (Vollzeitstellen, 2012), 907 junge Leute absolvieren bei der Swisscom ihre Lehre u.a. als Informatiker, Telematiker, Mediamatiker. Swisscom IT Services betreut mit 2'691 Mitarbeitenden rund 400 Kunden in den Bereichen IT Outsourcing Services, Workplace Services, SAP Services und Finance Services (Dienstleistungen für die Finanzindustrie).