Inhalt - ICT-Supporter

Christian Serra, ICT-Supporter

Christian Serra kann die Informatik-Lehre sehr empfehlen und freut sich, dass er sich in seinem Beruf nicht spezialisieren muss, sondern breites Wissen sammeln und im Team arbeiten kann.

    • Ich bin Christian Serra

      Christian Serra, ICT-Supporter (Foto: Markus Lamprecht)

    • Mein Job

      „Jeder Tag ist anders“

      „Ich arbeite am Service Desk und unterstütze die Mitarbeitenden bei technischen Schwierigkeiten im sogenannten „First Level Support“. Die Bandbreite reicht von grösseren Störungen bis zum kleinen Problem eines Einzelnen. Wenn ich die nötigen Kenntnisse habe, helfe ich auch bei komplexeren Problemen im „Second Level Support“. Ich bearbeite Anfragen per Telefon oder Mail. Wenn z.B. der Computer nicht startet, dann gehe ich persönlich hin.

      Wir arbeiten in zwei Schichten zwischen 6.30 Uhr bis 20.00 Uhr, in einer Früh- und einer Spätschicht, denn bei der Schweizerischen Nationalbank muss alles funktionieren, die Informatik ist extrem wichtig. 

      Zudem bin ich für das „Software Patch Management“ zuständig, das ist meine Fachaufgabe. Ich bin also dafür verantwortlich, dass die Software aller Arbeitsstationen auf dem aktuellsten Stand ist und dass alle Sicherheitslücken geschlossen sind. Neben dem Support und dem Patch-Management arbeite ich auch in einigen Projekten mit. Die Fachaufgaben kann man planen, aber beim „First Level Support“ ist jeder Tag anders - genau das macht meine Arbeit so spannend. 

      Meine Arbeitszeiten sind hingegen im Normalfall gut planbar. Wenn ich Frühschicht habe, kann ich am Nachmittag schon etwas früher gehen, und bei der Spätschicht habe ich vormittags Zeit, meine privaten  Angelegenheiten zu erledigen.

      „Man muss ein Teamplayer, hilfreich und geduldig sein“

      Ich habe beim Zürcher Lehrbetriebsverband ICT meine Ausbildung zum Informatiker in der Fachrichtung Support erfolgreich abgeschlossen und war anschliessend in der Armee als Informatikpionier tätig. In meinem Beruf lernt man eigentlich nie aus. In keiner anderen Branche entwickelt sich die Technologie so massiv aus wie in der Informatik. Daher muss man bereit, ständig Neues zu erlernen. Das grosse Wissen, das man erwirbt, macht einen zu einem kompetenten Mitarbeiter. Zudem muss man ein Team-Player sein, speditiv wie auch flexibel arbeiten und mitdenken. Man muss eine aktive Persönlichkeit sein, die sich gegenüber den Kunden hilfreich, geduldig und kompetent verhält. 

      Ich kann einige Programmierbefehle lesen, habe mich aber aufgrund meiner Fachrichtung ICT-Supporter nicht vertieft mit dieser Thematik befasst.

      Die Schnupperlehren als Automechatroniker und Hochbauzeichner haben mich weniger angesprochen, hingegen habe ich früher gerne meinen Computer geöffnet und Teile ersetzt. Heute muss ich dies selten anwenden, aber das stört mich nicht, da ich seither viel Neues gelernt habe.

      In der Schule war ich gut in Mathematik, und dieses Fach hat mir auch am meisten Spass gemacht; in der Informatiker-Lehre haben mich viele Fächer angesprochen, von denen ich zu Anfang gar nichts wusste. Alles weitere habe ich in der Lehre gelernt, ich kann sie sehr empfehlen.

      „Ich will mich nicht spezialisieren“

      Man eignet sich als ICT-Supporter ein grosses Wissen an. Deshalb bin ich fest entschlossen, mit 40 Jahren immer noch in der IT-Branche tätig zu sein. Auch bin ich davon überzeugt, dass der Beruf des ICT-Supporters nicht aussterben wird.

      Momentan mache ich eine Weiterbildung zum Wirtschaftsinformatiker. Dies ermöglicht mir, mein Wissen in den Bereichen Informatik, Management und vor allem Betriebswirtschaft zu erweitern. Ich möchte mich nicht auf eine bestimmte Software spezialisieren, viel lieber ist es mir, mich in allen Bereichen etwas auszukennen und auch etwas beitragen zu können.

      „Ich möchte etwas für meinen Körper tun“

      Ich habe zwei  Hobbys: Da ist einmal das Fitness-Training (wie man auf dem Foto sieht). Ich trainiere im Schnitt zwei Mal die Woche als Ausgleich zum Bürojob. Ich sitze zwar nicht acht Stunden lang herum, aber ich möchte etwas für meinen Körper tun. Meine grösste Leidenschaft ist aber das Motorradfahren. Ich habe eine Rennmaschine und unternehme in der Saison auch ganztägige Touren.

      Die Schweizerische Nationalbank

      Die Schweizerische Nationalbank führt als unabhängige Zentralbank die Geld- und Währungspolitik des Landes. Die Nationalbank hat in Bern und Zürich je einen Sitz. Daneben unterhält sie sechs Vertretungen in Basel, Genf, Lausanne, Lugano, Luzern und St. Gallen.